Aufstand der Mitarbeiter - Erstmals Streik an einem katholischen Krankenhaus

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      Das hat sie toll geschrieben. Habe selber lange in Pflege, alters- und Pflegeheimen, gearbeitet. Anfangs war es noch nicht so arg mit zu wenig Personal etc. Doch gegen Ende der Jahre wo ich da arbeitete wurde es auch schlimmer. Immer mehr Papierkram für die Fachkräfte, immer mehr jede einzelne Einlage abzählen, notieren, was alle machen mussten damit man Mittags und gegen Abend alles der Fachkraft melden konnte. Jeder musste sagen wer bei wem welche Einlage, Winder wechselte. ES gab eine Auflistung welcher Patient wie viele Windeln/Einlagen Kostenlos kriegt und jedes weitere Stück musste extra aufgeführt und Verrechnet werden.

      Es ging bald nur noch ums zählen und notieren von Material, von Windeln. über Betten Schutzeinagen, bis zum Katheter und Verbandszeug, Pflaster, etc. Mit den Leuten mal raus an die Sonne gehen, kurze Spaziergänge machen, welche sie so liebten, ging nicht mehr. Wir hatten, während der Arbeitszeiten, keine Zeit mehr dafür.

      Irgendwann begannen wir in unserer Freizeit die Leute abzuholen, mit ihnen raus zu gehen oder mal in Cafeteria was leckeres zu bestellen. Das Strahlen der Alten Menschen war herrlich, tat uns gut doch irgendwann gingen diese gut gemeinten Taten an unsere Kraft, denn abschalten kannst du dann nicht. Immer mehr stiegen aus, weil sie nicht mehr konnten.

      In einem Heim wo ich arbeitete, brachen in einer Woche 3 Leute zusammen, nein nicht die alten Herrschaften, sondern Personal. Eine davon war ich. Gründe dafür waren, Erschöpfung, nichts mehr machen können, totaler Nervenzuammenbruch. Es war so brutal, vor allen Leuten so zusammen zu brechen, vor allem wenn es am Tag der offenen Tür war, wo sogar Regionalpresse da war und man eher zu denen gehörte die nichts so schnell aus den Schuhen haut. Den Tag werde ich nie wieder vergessen.
      Genau in dem Moment, als die Raupe dachte,
      die Welt geht unter, wurde sie zum Schmetterling.

      Autor Unbekannt


      Sonja61 schrieb:

      Doch gegen Ende der Jahre wo ich da arbeitete wurde es auch schlimmer. Immer mehr Papierkram für die Fachkräfte, immer mehr jede einzelne Einlage abzählen, notieren, was alle machen mussten damit man Mittags und gegen Abend alles der Fachkraft melden konnte. Jeder musste sagen wer bei wem welche Einlage, Winder wechselte. ES gab eine Auflistung welcher Patient wie viele Windeln/Einlagen Kostenlos kriegt und jedes weitere Stück musste extra aufgeführt und Verrechnet werden.

      Es ging bald nur noch ums zählen und notieren von Material, von Windeln. über Betten Schutzeinagen, bis zum Katheter und Verbandszeug, Pflaster, etc. Mit den Leuten mal raus an die Sonne gehen, kurze Spaziergänge machen, welche sie so liebten, ging nicht mehr. Wir hatten, während der Arbeitszeiten, keine Zeit mehr dafür.

      Und seit dem hat sich nichts verändert :icon_confused ....ganz im Gegenteil es ist noch schlimmer geworden :!: :eek
      Und die Politik macht munter weiter so, schlimmer geht immer :icon_eek

      Sonja61 schrieb:

      In einem Heim wo ich arbeitete, brachen in einer Woche 3 Leute zusammen, nein nicht die alten Herrschaften, sondern Personal. Eine davon war ich. Gründe dafür waren, Erschöpfung, nichts mehr machen können, totaler Nervenzuammenbruch

      ..."#twitternwierueddel wenn man nach 3 Wochen im Fachpflegeheim einfach nicht mehr kann. Weder psychisch noch physisch. Wenn man abends weinend zusammenbricht und in der Einrichtung durch den Stress täglich fertig gemacht wird. Sei es von den Bewohnern oder den Mitarbeitern."...
      twitter.com/rebiiaa/status/961624590224150528


      Bei solchen katastrophalen Zuständen ist die Aussage, von dem
      neuen Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses Erwin Rüddel,
      ein Schlag ins Gesicht für jeden Pflegenden:

      ..."#Deal: Politik handelt konsequent und #Pflegende fangen an,
      gut über die #Pflege zu reden. Dann kommen viele wieder in die
      Pflege zurück und es beginnen #gutezeitenfürgutepflege"...

      :thumbdown: :thumbdown: :thumbdown:

      twitter.com/IngeRosenberger/status/961661690097078273


      Viele Grüße
      Monika

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Monika“ ()

      Monika schrieb:

      Bei solchen katastrophalen Zuständen ist die Aussage, von dem
      neuen Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses Erwin Rüddel,
      ein Schlag ins Gesicht für jeden Pflegenden:

      ..."#Deal: Politik handelt konsequent und #Pflegende fangen an,
      gut über die #Pflege zu reden. Dann kommen viele wieder in die
      Pflege zurück und es beginnen #gutezeitenfürgutepflege"...

      Dem ist wirklich ein brutaler Schlag mitten ins Gesicht.
      Genau in dem Moment, als die Raupe dachte,
      die Welt geht unter, wurde sie zum Schmetterling.

      Autor Unbekannt


      Neu

      15.2.2018
      Gefährdungsanzeige: Klinik verliert gegen Pflegerin


      Eine Pflegerin hat sich vor Gericht erfolgreich gegen eine
      Abmahnung gewehrt. Unter anderem hatte sie vor Fehlern
      in der Versorgung von Patienten gewarnt.

      Im Streit um Gefährdungsanzeigen hat die Asklepios Fachklinik
      in Göttingen erneut eine Niederlage vor dem Arbeitsgericht
      Göttingen erlitten....
      springerpflege.de/recht/gefaeh…ews#.Wof2DgZY6bI.facebook

      facebook.com/wahregesundheit/posts/1006213959527150


      Viele Grüße
      Monika

      Neu

      Sehr gut, die Pflegerin hat meinen vollen Respekt weil nicht alle trauen sich so etwas zu.
      Hoffe nur das es auch was bringt, nicht nur dass sie gewonnen hat, sondern auch allgemein besser geschaut wird wie es wirklich in der Pflege läuft. Man kann vieles schönreden aber wenn Patienten und Personal darunter leiden dann ist wirklich was total verkehrt.
      Genau in dem Moment, als die Raupe dachte,
      die Welt geht unter, wurde sie zum Schmetterling.

      Autor Unbekannt