Onlinestudie zum Thema "Autismus und Spiritualität" - Dauer ca. 10 min

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      Onlinestudie zum Thema "Autismus und Spiritualität" - Dauer ca. 10 min

      Liebe alle,

      im Rahmen einer Promotionsarbeit führen wir gerade eine Fragebogenstudie zum Thema "Autismus und Spiritualität" durch. Ziel der Studie ist zu untersuchen, wie sehr Spiritualität im weitesten Sinne (also nicht nur Religiosität) bei Menschen mit einer Autismus-Diagnose ausgeprägt ist und ob es Zusammenhänge zum Wohlbefinden gibt.

      Insgesamt möchten wir 200 Menschen untersuchen und haben auch schon tatkräftige Unterstützung von 182 TeilnehmerInnen erhalten. Aaaaber... es fehlen auch noch 18 TeilnehmerInnen. Wer also noch nicht teilgenommen hat und uns bei unserer Studie zum Thema "Autismus und Spiritualität" unterstützen möchte, würde uns riesig helfen! ;)
      Es handelt sich um einen Online-Fragebogen, der in etwa 10 Minuten Zeit in Anspruch nimmt. Der Link zur Studie lautet:

      soscisurvey.de/Autismus_Spiritualitaet können alle erwachsenen Personen mit Autismusdiagnose.

      Ich freue mich natürlich sowohl über TeilnehmerInnen, die sich als "spirituell" bezeichnen würden als auch über jede/n TeilnehmerIn, der/die mit Spiritualität überhaupt nichts "am Hut hat". Sobald wir die 200 TeilnehmerInnen "voll" haben, werde ich privat 250€ an den Verein Achtsam e.V. (achtsam-mg.de) spenden, um auch wieder ein etwas als Dank zurück zu geben.

      Übrigens ist Kritik am Fragebogen und der Studie explizit erwünscht! :)

      Vielen Dank für die Unterstützung!
      Hallo Fabius,

      da mich das Thema Spiritualität durchaus berührt, habe ich an deiner Studie (ich kannte sie schon aus dem Aspies-Forum) teilgenommen. Trotzdem muss ich gestehen, dass ich mich mit einigen Fragen sehr schwergetan habe, zum Beispiel mit dieser hier:

      "Wenn ich schöne Musik höre, dann lacht mein Herz mit."

      Wenn du dich mit Autismus beschäftigt hast, solltest du eigentlich wissen, dass sich Autisten mit solchen blumig-poetischen Bildern schwertun. Ich kann erahnen, wie die Frage gemeint ist, aber ein "lachendes Herz" bleibt für mich eine befremdliche Metapher, mit der ich mich nicht identifizieren kann und die ich niemals verwenden würde.

      Ich hätte es vielleicht so ausgedrückt: "Wenn ich schöne Musik höre, dann erfüllt mich das mit Freude." Das sagt (würde ich meinen) sinngemäß das gleiche, hat aber nicht diese überbordende Poesie. Ebenfalls offen gelassen habe ich diese Frage hier:

      "Jeder Mensch hat seine ganz persönlichen Sichtweisen und Einstellungen, wenn es um das Thema Bedeutsamkeit im Leben geht. Jeder Mensch hat etwas bestimmtes, das ihn trägt und seinem Leben Sinn und Bedeutung gibt, das für ihn Orientierung, Hoffnung und Inspiration in seinem Leben ist (man könnte dies auch „Spiritualität“ nennen)."

      Hier habe ich mich wirklich außerstande gesehen, eine eindeutige Antwort zu geben. Das Thema Spiritualität ist ein so persönliches und komplexes Thema, dass ich es nicht in wenigen Sätzen beantworten kann. Wenn ich das versuchen würde, dann bleibe die Antwort zwangsläufig oberflächlich und anfällig für Missverständnisse, deshalb habe ich die Frage übersprungen. Auch hier hätte ich eine klarere und eindeutigere Fragestellung hilfreich gefunden, gerade für Autisten.

      Wenn du dir die Zeit nehmen willst, kannst dir gerne auch meine ganz persönlichen Erfahrungen mit Religion und Spiritualität durchlesen: Auf der Suche nach dem inneren Frieden

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Dario“ ()

      Meiner Einschätzung nach dürften aus den genannten Gründen bzgl. des Themas viele nicht geneigt sein, an einer solchen Umfrage überhaupt teilzunehmen.
      Deutet sich ja an, dass das Thema als belastend empfunden wird.

      @Dario: Ich habe die Studie nicht gelesen, aber die von Dir als seltsam empfundenen Fragen könnten daher kommen, dass diese Hochschule als eine private Institution dem anthroposophischen Sektor entstammt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von „Annemarie“ ()

      Vielen Dank für die kritischen Anmerkungen! Ich kann sie sehr gut nachvollziehen und nehme sie gerne für die Diskussion und Einordnung der Studienergebnisse mit.

      Ich bin wirklich dankbar für solch kritische Meinungen, da ich selber sicherlich die gleichen Probleme mit dem Fragebogen hätte. Allerdings sehe ich es auch als meine Aufgabe als Wissenschaftler neutral zu bleiben und am Ende die Ergebnisse in alle Richtungen zu interpretieren und zu diskutieren.