Geschwister

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      Hallo Beatrice,

      ich glaube, hier ist noch keiner aktiv, der ein Geschwister mit einer Behinderung hat. Bis jetzt sind hier "nur" Selbstbetroffene und Eltern von behinderten Kindern, aber das ist ja nicht schlimm. Dann machst du eben den Anfang. Vielleicht können wir ja deine Fragen auch beantworten.

      Liebe Grüße

      Ella
      Hallo Beatrice,

      vielleicht findest Du hier (noch) nicht ganz den Austausch, den Du Dir wünscht.
      Aber wir sind hier viele Eltern. Deine Erfahrung, wie sich ein nichtbehindertes Geschwisterkind fühlt, und wie es ihm ergangen ist, ist bestimmt für viele hier sehr interessant.
      Also, schreib doch gerne.

      Liebe Grüße

      Annemarie
      Hallo,

      Ich bin 54 Jahre alt. Leider kein Teeny mehr :)

      Meine Geschichte mit meiner Schwester ist etwas schwierig. Ihr ist von seitens des Vaters und der Stiefmutter großes Unrecht
      angetan worden und ich, zwei Jahre jünger als sie, konnte ihr nicht helfen.
      Sie lebt ihr Leben zwei Stunden weg von mir ganz selbständig in ihrer Wohnung. Arbeitete in einem Gasthof bis vor kurzem.
      Nun wurde sie entlassen.
      Ich versuchte schon länger Hilfe für sie zu organisieren , die sie auch annehmen konnte. Zunächst erfolglos.
      Ich habe nun für sie Erwerbsminderungsrente beantragt. Sie konnte es nun verstehen und hat es akzeptier.
      Nun habe ich ihr ein Handy besorgt so dass wir mehr Kontakt haben. Ich merke aber nun dass ich in eine Rolle gedrängt werde die ich so nicht erfüllen kann. Sie fordert viel Bestätigung und Lob von mir. Ich selbst bin auch in EU Rente durch viele gesundheitlicher Probleme. Nun hat sie über Handy Kontakt zu einem Mann und ich mache mit Gedanken ob sie einschätzen kann was das bedeuten könnte. Sie hätte noch nie einen Partner.

      Durch die ganzen Behörden Dinge die zu erledigen waren tauchte hier und da ihre Diagnose auf. Das schockt sie immer sehr. In Gesprächen kann sie sich auch äußer ....Ich bin doch nicht behindert.
      Ich mache mir nun Gedanken wie sie sich wohl sieht in der Welt.

      LG Beatrice
      Nein den hat sie nicht. Unsere Eltern haben da sehr viel versäumt.
      Sie würde das nicht zulassen.

      Ich habe jetzt nach wirklich langem suchen eine Frau gefunden die ihre Interessen wahr nimmt.
      Die Stelle nennt sich unabhängige Teilhabe. Das würde neu geschaffen. Das gibt es erst seit Mai ungefähr.
      Beatrice, ganz habe ich das noch nicht verstanden.
      Ich nehme mal an, Deine Schwester und Du seid vom Alter her nicht so weit auseinander. Du schreibst an einer Stelle, sie sei geistig behindert. Sie lebt aber sehr selbstständig und hat bis vor kurzem auf einem Gasthof (also erster Arbeitsmarkt - ?) gearbeitet. Du sprichst leider nur von "Diagnose", die Deine Schwester schockiert.
      Vielleicht möchtest Du das etwas genauer beschreiben?
      (Es gibt hier übrigens auch einen Mitgliederbereich, in dem man solche Dinge ansprechen kann, wird dann nicht über Suchmaschinen gefunden.)

      Die meisten hier dürften eher die leidvolle Erfahrung gemacht haben, dass Menschen mit geistiger Behinderung es so gut wie nie auf den ersten Arbeitsmarkt schaffen.
      Daher meine Frage: Was genau hat denn Deine Schwester für Einschränkungen? Wirklich eine geistige Behinderung?
      Für mich hört sich das jetzt so an, als wäre das diagnostisch nie richtig abgeklärt worden (und im Erwachsenenalter hat sie verständlicherweise vielleicht keine Lust mehr darauf -?).

      Eine gesetzliche Betreuung braucht man auch nicht unbedingt, wenn man sonst jemanden hat, der einem hilft. Schön, wenn sie die Angebote der Teilhabeberatungsstelle wahrnehmen würde.