Eingliederungshilfe, Teilhabe und Selbstbestimmung - Luxus?

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      Inge schrieb:

      Hallo zusammen,

      Ella schrieb:

      Konnte Gisela Maubach mittlerweile etwas für ihren Sohn Steffen erreichen?


      Gisela hat auf Facebook weitere Infos geschrieben (dort auch die Kommentare von Gisela beachten!)



      Das freut mich sehr für Gisela Maubach....ein Etappenziel (bis Ende Juni 2018) hat sie geschafft :!: :klatsch


      Es ist echt traurig das man so dermaßen kämpfen muss um zu seinem Recht zu kommen :thumbdown:

      Wie viele Eltern von behinderten Kindern werden das nicht schaffen :?: :wein
      So werden unrechtsmäßig Gelder eingespart :icon_rolleyes Menschenrechte spielen dabei keine Rolle ?(

      Viele Grüße
      Monika
      Danke für die Info, Inge!

      Und schön, dass es nun wenigsten durch das Gericht einen scheinbar akzeptablen Kompromiss gegeben hat.
      :thumbsup:

      alles Gute für Steffen Maubach und seine Familie
      Schöne Grüße von Birgit, Mama vom
      • "Zwerg", geboren 2000 mit Tris21 und 'ner Reihe von Zusatzdiagnosen, gsd trotzdem topfit und zuckersüß
      • "Großen" ,gsd genauso topfit und zuckersüß (lässt sich aber leider seit längerem nur noch von wesentlich jüngeren Frauen knuddeln)

      Der Kampf scheint weiter zu gehen....

      Inge Rosenberger
      9. Juni 2018
      Hier wird ein Fall geschildert,
      bei dem sich der Eindruck von
      Behördenwillkür nicht vermeiden lässt:

      twitter.com/IngeRosenberger/status/1005433567051120640

      Gisela Maubach:
      facebook.com/gisela.maubach/posts/789157484622907

      :(

      Wer soll diese Kämpfe ausfechten, wenn es uns Eltern nicht mehr gibt :?:

      Viele Grüße
      Monika

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Monika“ ()

      Liebe Gisela,

      du bist zwar kein Mitglied dieses Forums, aber vielleicht erreichen dich trotzdem meine allerherzlichsten Grüße. Ich denke an dich und möchte einfach nur schreien, wenn ich von solchen Schikanen lese. Ich weiß welche Gefühle das auslöst, denn auch wir - wenn auch nicht in diesem Ausmaß - wurden von unserem Sozialmt schikaniert. Auch dieses Sozialamt spielte immer wieder auf Zeit und kürzte die Leistungen. Unglaublich, einfach unglaublich. Ich schicke dir von ganzem Herzen viel.....sehr viel Kraft. Halte durch! Wir müssen uns - solange wir es können - gegen solche skandalösen Machenschaften wehren und wir alle müssen zusammenhalten....für unsere Kinder! Denn niemand sonst hat solch einen langen Atem, wenn es um die Rechte unserer Kinder geht. Ich werde MINDESTENS 120 Jahre alt. Ich schicke dir ein "Langes-Leben-Kraft-Cocktail. :coffee
      Liebe Grüße

      Ella

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Ella“ ()

      Ella schrieb:

      Liebe Gisela,
      du bist zwar kein Mitglied dieses Forums, aber vielleicht erreichen dich trotzdem meine allerherzlichsten Grüße


      eine schöne Botschaft. Ich habe es ihr über den Messenger geschickt :)
      Sie ist anders als die andern, und ihre Sprache geht weit an uns vorbei.
      Doch wenn sie lächelt, lächelt sie mit Leichtigkeit dir dein ganzes Herz entzwei.

      'Sommerkind' von Wortfront


      Viele Grüße
      Inge

      Antwort von Gisela, die auch noch von anderer Seite viel Zustimmung und Bestärkung erfährt :)

      Kannst Du in dem Forum bitte mitteilen, dass ich mich über diese Wünsche riesig freue und dass ich natürlich gewillt bin, auch diesen Kampf zu gewinnen und auch die Benachteiligungen unserer Kinder noch mehr ins Bewusstsein der! Öffentlichkeit und der Politiker zu rücken.

      Sie ist anders als die andern, und ihre Sprache geht weit an uns vorbei.
      Doch wenn sie lächelt, lächelt sie mit Leichtigkeit dir dein ganzes Herz entzwei.

      'Sommerkind' von Wortfront


      Viele Grüße
      Inge

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Inge“ ()

      Gisela hat ein Schreiben an das Deutsche Institut für Menschenrechte geschickt, von dem ich den zweiten Teil hier einstelle. Das komplette Schreiben hat sie auf FB veröffentlicht.

      Ich weiß von vielen anderen Eltern, dass auch sie mit der unerträglichen Angst leben, dass es zu katastrophalen Folgen führen würde, wenn sie selbst ausfallen.

      Das Spielen auf Zeit ist ein weit verbreitetes Instrument der Kostenträger, um die Betroffenen mürbe zu machen und auf die beantragte Leistung zu verzichten. In unserem Fall verfolgt die Kreisverwaltung als örtlicher Träger der Sozialhilfe ganz offensichtlich das Ziel, dass ich aufgrund von Erschöpfung handlungsunfähig werde und mein Sohn dann zwangsläufig in ein Heim eingewiesen werden muss (was er aus unterschiedlichen Gründen wahrscheinlich nicht überleben würde). Mit der Heimeinweisung wäre ein Wechsel des Kostenträgers verbunden (LVR), so dass die Kreisverwaltung mit dieser diskriminierenden Vorgehensweise sogar ihr Ziel erreichen würde, überhaupt keine Leistungen für meinen Sohn mehr erbringen zu müssen.

      Der Gesetzgeber hat zwar gut gemeinte Fristen festgelegt, so dass über meinen Antrag laut § 14 SGB IX innerhalb von drei Wochen zu entscheiden gewesen wäre, da weder weitergeleitet werden musste und auch kein Gutachten eingeholt werden musste, aber leider führt das Ignorieren dieser Fristen zu keinen Konsequenzen für das Sozialamt.

      Stattdessen erhalte ich von der Kreisverwaltung nach fünf Wochen erstmal die Aufforderung, irgendwelche Unterlagen zu erbringen, die völlig überflüssig – bzw. bekannt – sind.

      Dieses Schreiben, aus dem erkennbar ist, dass man das Budget nicht fließend weiterlaufen lassen will – mein Sohn also unversorgt sein wird – füge ich hier als Anlage bei.

      Außerdem füge ich eine Anlage mit einem Link zur Dokumentation des Deutschen Bundestages zur Veranstaltung „Menschen mit Behinderung im Deutschen Bundestag“ am 26./27. Oktober 2012 bei, in welcher auf Seite 29 die Forderung steht, das gesetzeswidrige Handeln bei der Bearbeitung und Bescheiden von Anträgen abzustellen.

      Leider ist diesbezüglich noch nichts geschehen, so dass diese verzweifelten Situationen, wie ich sie gerade erlebe, von den Kostenträgern weiterhin ganz bewusst herbeigeführt werden, weil sie dabei nur „gewinnen“ können – ohne Rücksicht auf Menschenrechte.

      Ich persönlich habe heute die NRW-Landesbehindertenbeauftragte Claudia Middendorf angeschrieben und um Hilfe gebeten – in der Hoffnung, dass ich nicht gezwungen bin, erneut ein Eilverfahren beim Sozialgericht einzureichen.

      Da ich jedoch nicht die einzige bin, die unter den diskriminierenden Praktiken von Kostenträgern zu leiden hat, wäre ich Ihnen sehr dankbar, wenn dieses Problem vom Deutschen Institut für Menschenrechte aufgegriffen werden könnte.
      Auch viele andere Eltern wären sicherlich dankbar, wenn sie nicht ständig mit der Angst leben müssen, niemals ausfallen zu dürfen, weil Kostenträger mit beabsichtigter Unterversorgung Druck ausüben.

      Für Ihre Bemühungen bedanke ich mich im voraus
      und grüße Sie ganz herzlich
      Sie ist anders als die andern, und ihre Sprache geht weit an uns vorbei.
      Doch wenn sie lächelt, lächelt sie mit Leichtigkeit dir dein ganzes Herz entzwei.

      'Sommerkind' von Wortfront


      Viele Grüße
      Inge

      Das war auch mein Weg damals, die Information an das Institut für Menschenrechte. Passiert? Leider nie etwas. Wir haben noch nicht einmal eine Antwort bekommen, sodass ich gewillt war zu denken, dass unsere Geschichte wohl einfach zu unglaublich ist. Dabei sind wir ja nicht die einzigen.

      Ich hoffe sehr, das Gisela etwas bei der Behindertenbeauftragten von NRW erreichen kann.
      ........................................
      Liebe Grüße von Klara

      "Das, was mich behindert,
      damit lerne ich zu leben.
      Der, der mich behindert,
      der lässt mich im Leben leiden."

      © Klara Westhoff
      Ich hoffe so sehr, dass Gisela eine Antwort und natürlich auch Unterstützung erhält, aber Klaras Erfahrung macht nicht gerade Mut:

      Klara schrieb:

      Das war auch mein Weg damals, die Information an das Institut für Menschenrechte. Passiert? Leider nie etwas. Wir haben noch nicht einmal eine Antwort bekommen, sodass ich gewillt war zu denken, dass unsere Geschichte wohl einfach zu unglaublich ist.


      Ich will es einfach nicht glauben, dass niemand dieser Behördenwillkür Grenzen setzen kann oder will. Kein Wunder, dass die Ämter ihre Macht voll und ganz ausleben können. Es droht keinerlei Konsequenz.