Angepinnt Grundsicherung für Menschen mit Behinderung ab 18 Jahre

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      Lynkas schrieb:

      Habe natürlich trotz dem Sorge, dass entweder gar nichts passiert oder wieder irgendwelche hahnebüchenen Ausreden kommen, z.B. "Ihre Krankenkasse hat uns keine Versicherungsbestätigung geschickt" (ja, woher soll ICH das wissen und wieso bekomme ICH dann kein Geld?) oder "eigentlich müssten Sie von der Rentenversicherung was bekommen" (Nee, ich bin ja plötzlich seit meinem 18. Geburtstag voll erwerbsgemindert gewesen und deswegen sind meine Beitragszeiten "für die Tonne", weil ich vor dem jetzt festgelegten Eintritt der Erwerbsminderung mit 18 Jahren natürlich noch KEINE Rentenbeiträge hatte zahlen können - aber das ist ein anderes Thema).

      Ich weiß jetzt nicht um welche Versicherungsbestätigung es sich hier handeln soll.
      Die Prüfung des Rentenversicherungsträger ist bei Dir doch abgeschlossen....ansonsten würdest Du doch noch gar keine Grundsicherungsleistung nach dem SGB XII beziehen können :?: :!:


      ..."Bei allen anderen Grundsicherungsberechtigten
      muss der zuständige
      Rentenversicherungsträger prüfen,
      ob eine dauerhafte volle Erwerbsminderung
      vorliegt.
      Das Sozialamt
      veranlasst die Prüfung, wenn es aufgrund
      der Angaben und Nachweise
      des Antragstellers wahrscheinlich ist,
      dass er dauerhaft nicht imstande ist,
      mindestens drei Stunden täglich zu
      arbeiten."....
      bvkm.de/wp-content/uploads/GS-2015online.pdf


      Lynkas schrieb:

      Ach, das ist alles nur fürchterlich. Ich bin nur lächerlich für alle, wie ich dümmlich immer wieder meine, irgendwer würde mir irgendwie behilflich sein wollen, wo doch kein Hahn nach mir kräht


      Lynkas, DU BIST UNTER GAR KEINEN UMSTÄNDEN LÄCHERLICH :eek
      Es ist einfach nur respektlos von Sozialämtern wie sie mit Menschen umgehen.
      Ich betrete unser Sozialamt gar nicht mehr weil ich mir jedes mal vorkam wie das Letzte.
      Ich wurde im Stehen abgefertigt, kein "Guten Tag" und kein "Auf Wiedersehen"....man hat mich behandelt wie ein Schmarotzer....so etwas ist mir im Leben noch nicht passiert. :thumbdown:
      Es hat mich jedes mal so aufgeregt und das tu ich mir nicht mehr an.
      Wie gesagt, wir machen alles nur noch schriftlich und ich gebe es bei dem freundlichen Herrn in der Poststelle ab...fertig :)

      Glaub mir ich komme mir auch oft dumm vor weil ich einfach oft nicht mehr weiß wie ich mich gegen diese Ämterwillkür zur Wehr setzen soll.
      Es macht mich echt wütend....eigentlich müssten diese Sachbearbeiter Dir helfen und Dir alles in verständlicher Sprache erklären....

      Soweit ich Dir hier helfen kann werde ich das gerne machen. ;)
      Aber es wäre sicher gut wenn Du vor Ort noch Anlaufstellen hättest.

      Wie gesagt der VDK hat uns auch schon weitergeholfen und es gibt sicher noch mehr Anlaufstellen.
      z.B.:
      sovd.de/
      vdk.de/deutschland/

      Ich habe mir schon die Finger wund geschrieben....der Sacharbeiter hat sich nicht dafür interessiert.
      Eine kurze Mail vom VDK das sie uns ab sofort im Widerspruchsverfahren vertreten hat ausgereicht und wenige Tage später hatten wir die Nachzahlung auf dem Konto.
      Der Sachbearbeiter wusste also sehr genau das wir im Recht waren..... :icon_eek

      Lass Dich bloß nicht unterkriegen :!:

      Viele Grüße
      Monika

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Monika“ ()

      Monika schrieb:

      Lynkas, DU BIST UNTER GAR KEINEN UMSTÄNDEN LÄCHERLICH
      Es ist einfach nur respektlos von Sozialämtern wie sie mit Menschen umgehen.

      Dem möchte ich mich anschließen.

      Monika schrieb:

      Glaub mir ich komme mir auch oft dumm vor weil ich einfach oft nicht mehr weiß wie ich mich gegen diese Ämterwillkür zur Wehr setzen soll.

      So fühle ich mich auch oft. Leider nutzen die Ämter diese Hilflosigkeit und Ohnmacht aus, aber man darf sich davon nicht abschrecken lassen.
      Ich sage mir dann: WEITERKÄMPFEN - JETZT ERST RECHT!"

      Monika schrieb:

      Soweit ich Dir hier helfen kann werde ich das gerne machen.

      Wenn du Fragen hast, oder Hilfe brauchst, dann versuche ich dir im Rahmen meiner Möglichkeiten zu helfen.
      Wie Monika schon erwähnte, empfehle ich ebenfalls, in den VdK einzutreten, denn dein Sozialamt scheint nicht sehr kooperativ zu sein.

      Monika schrieb:

      Lass Dich bloß nicht unterkriegen

      Nein, auf gar keinen Fall!
      Hallo, muss mich mal kurz ausheulen :crybaby
      Vielleicht kommt ja noch was, aber ich habe bisher noch immer keinen neuen Grundsicherungs-Bescheid bekommen und natürlich auch keine Zahlung. Miete, S-Bahn Monatskarte, Kontoführungsgebühren... alles abgebucht. Konto überzogen. Sozialamt stellt sich tot.
      Das Amt hat mein Schreiben, in dem ich um Erklärung gebeten habe, seit letzter Woche. Mit den entsprechenden Paragraphen.
      Wahrscheinlich sind die deswegen jetzt beleidigt und zahlen nun erst recht nicht. Weil ich mich so frech benommen habe. Vielleicht war es doch keine gute Idee mit dem Brief.
      Wie soll ich denen bloß klar machen, dass ich regelmäßig Geld brauche? Ich mein: ich arbeite nicht hart genug, ich kann mich nicht genug anstrengen, ich halte mich (auch ausversehen!) nicht an die Regeln....ich habe doch gar keine Argumentationsgrundlage.

      Ich kann auch diese Woche nichts unternehmen deswegen, weil ich eine OP habe und in der Woche noch zwei, eventuell auch drei Arztbesuche.
      Ich fahre immer über eine Stunde mit dem Bus zur Sozialbehörde, das ist auch einfach oft zu anstrengend für mich.
      Wenn ich denen auf dem Amt das mitteile, nicken die immer verständnisinnig, aber davon wird es ja auch nicht besser.
      Zur SoVD Beratung fahre ich auch über eine Stunde, die haben nur zwei Tage in der Woche Sprechstunde, da kann ich diese Woche nicht.
      Ich bin das alles so leid.

      Entschuldigt, Ihr könnt mir jetzt keinen Ratschlag geben. Mir war bloß gerade so elend deswegen.
      Ich weiß: ich muss so bald ich kann zur SoVD Beratung.
      Muss jetzt halt diese Woche überbrücken.
      Habe noch einen 50 Euro Schein, den ich zu Weihnachten geschenkt bekommen habe.
      Oder die zahlen vielleicht noch morgen. Vielleicht brauche ich mir gar keine Gedanken machen. Aber ich müsste doch wenigstens einen Bescheid wieder für einen Monat bekommen, ohne dass ich da wieder hinfahren muss?
      Es ist mir peinlich, dass ich immer viel falsch mache und dann viel schief läuft und die Menschen vor den Kopf gestoßen sind wegen meinem Fehlverhalten. Ich habe doch eigentlich ordentlich Grips und müsste alles zur vollsten Zufriedenheit leisten? Schwierig alles :gruebel .
      Lynkas grüßt.

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      Lynkas schrieb:

      Hallo, muss mich mal kurz ausheulen

      Da hast Du auch allen Grund zu, wenn ich Deinen Beitrag hier so lese... :huh:

      Lynkas schrieb:

      Vielleicht kommt ja noch was, aber ich habe bisher noch immer keinen neuen Grundsicherungs-Bescheid bekommen und natürlich auch keine Zahlung. Miete, S-Bahn Monatskarte, Kontoführungsgebühren... alles abgebucht. Konto überzogen. Sozialamt stellt sich tot.

      Das ist echt das Letzte wie das Sozialamt agiert.... :eek ...schließlich geht es hier um das Existenzminimum was man Dir verweigert.

      Lynkas schrieb:

      Das Amt hat mein Schreiben, in dem ich um Erklärung gebeten habe, seit letzter Woche. Mit den entsprechenden Paragraphen.
      Wahrscheinlich sind die deswegen jetzt beleidigt und zahlen nun erst recht nicht. Weil ich mich so frech benommen habe. Vielleicht war es doch keine gute Idee mit dem Brief.

      Du hast Dich nicht frech benommen.
      Es ist Dein gutes Recht, bei solch einer unverständliche Verfahrensweise, einmal nach zu fragen.


      Lynkas schrieb:

      Wie soll ich denen bloß klar machen, dass ich regelmäßig Geld brauche? Ich mein: ich arbeite nicht hart genug, ich kann mich nicht genug anstrengen, ich halte mich (auch ausversehen!) nicht an die Regeln....ich habe doch gar keine Argumentationsgrundlage.

      Die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung ist
      doch genau für Menschen die eben nicht mehr arbeiten
      können da....
      bvkm.de/wp-content/uploads/GS-2015online.pdf


      Lynkas schrieb:

      Ich bin das alles so leid.

      Das kann ich gut verstehen, das ist ja auch sehr belastend. ?(

      Lynkas schrieb:

      Mir war bloß gerade so elend deswegen

      Fühl Dich mal ganz feste in den Arm genommen. ;)




      Lynkas schrieb:

      Ich weiß: ich muss so bald ich kann zur SoVD Beratung.

      JA, das musst Du so schnell wie möglich machen.
      Das muss unbedingt grundsätzlich einmal richtig geklärt werden
      und dafür brauchst Du unbedingt tatkräftige Unterstützung.

      Bei uns hat der VDK zB auch Telefonzeiten/Telefonberatung.
      Evtl gibt es das bei Dir auch.
      Vielleicht wäre das auch eine Möglichkeit schnellstens Infos und Hilfe zu bekommen.

      Viele Grüße
      Monika

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      Lynkas schrieb:

      Vielleicht war es doch keine gute Idee mit dem Brief.

      Doch Lynkas, das war eine sehr gute Idee. Das ist dein gutes Recht. Du handelst richtig und das Sozialamt handelt falsch.
      Es ist keine gute Idee vom Sozialamt dich so hängenzulassen, daher musst du unbedingt um deine Rechte kämpfen.

      Lynkas schrieb:

      Ich bin das alles so leid.

      Das kann ich gut verstehen. Das geht leider ganz vielen Leuten so. Ich bin es auch leid, ständig um die Rechte meines Sohnes zu kämpfen. Ich bin wirklich sehr oft verzweifelt.

      Lynkas schrieb:

      Ich kann auch diese Woche nichts unternehmen deswegen, weil ich eine OP habe

      Alles Gute für die OP :gutebesserung

      Ella schrieb:

      Hast du denn inzwischen die Grundsicherung erhalten?

      Ja, nachdem jemand aus meiner Familie da angerufen hatte.
      Ich habe dann erfahren, dass ich einfach mehr Verständnis für die harte Arbeit haben muss, die in den Sozialämtern geleistet wird. Dann würde das in Zukunft besser klappen. Manchmal würde es halt auch bis etwa 3. oder 4. des Monats dauern. Die Leute dort würden den Job ja auch nicht gerne machen und seien genervt und würden halt auch nichts besseres finden.
      Allerdings wurde die Krankenkasse nicht vom Sozialamt bezahlt und die Krankenkasse hat sich dann (ohne Abbuchungsgenehmigung) von meinem Konto bedient.
      Da muss ich mich dann noch drum kümmern.
      Lynkas grüßt.
      Es gibt jetzt bei dem bvkm ein neues Merkblatt zur Grundsicherung
      mit den aktuellen Änderungen ab 2017:



      ..."Aufgrund des Regelbedarfsermittlungsgesetzes

      (RBEG) und des Bundesteilhabegesetzes

      (BTHG) haben

      sich zum 1. Januar 2017 einige Änderungen

      bei der Grundsicherung

      ergeben. Diese betreffen insbesondere

      die Höhe des Regelsatzes (siehe

      Frage 18) und den Einsatz des Werkstatteinkommens

      (siehe Frage 7).

      Zum 1. April 2017 soll außerdem der

      Vermögensfreibetrag auf 5.000 Euro

      angehoben werden (siehe Frage 11).

      Änderungen bei der Berücksichtigung

      von Unterkunftskosten werden

      zum 1. Juli 2017 in Kraft treten (siehe

      Frage 22).


      Komplettes Merkblatt:
      bvkm.de/wp-content/uploads/GS-2017online.pdf

      Viele Grüße
      Monika

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      Ella schrieb:

      Ich habe mir den Link angeschaut, aber leider wird nicht erklärt, was diese Änderung für Konsequenzen nach sich ziehen könnte.
      Warum soll dadurch viel später Grundsicherung beantragt werden können? Wie kommst du darauf?
      Ich frage mich allerdings, wie man dann eine Erwerbsminderung in Zukunft feststellen will?



      Ich habe den Haken gefunden:
      -----------------------------------------------------------

      2. Wer ist anspruchsberechtigt?

      ..."Wegen der noch nicht feststellbaren

      Dauerhaftigkeit der vollen Erwerbsminderung

      können Menschen mit

      Behinderung, die den Eingangs- oder

      Berufsbildungsbereich einer WfbM

      durchlaufen,
      keine Grundsicherung

      beanspruchen
      (siehe dazu Frage 4)."....



      4. Wird die Anspruchsberechtigung

      immer überprüft?


      ..."Keine Prüfung der Anspruchsberechtigung

      findet ferner bei Menschen

      mit Behinderung statt, die den Eingangs-

      oder Berufsbildungsbereich

      einer WfbM durchlaufen. Grund

      hierfür ist in diesem Fall die umgekehrte

      Annahme, nämlich dass bei

      dieser Personengruppe von vorneherein

      feststeht, dass eine dauerhafte

      volle Erwerbsminderung
      nicht

      vorliegt.
      Dies wird durch das RBEG

      ab 1. Juli 2017 klargestellt.
      Der Gesetzgeber

      begründet die Regelung

      damit, dass die Dauerhaftigkeit der

      vollen Erwerbsminderung erst nach

      Beendigung des Berufsbildungsbereichs

      festgestellt werden könne.
      Im

      Ergebnis hat die Vorschrift zur Folge,

      dass Menschen mit Behinderung, die

      den Eingangs- oder Berufsbildungsbereich

      einer WfbM durchlaufen,

      keine Grundsicherung erhalten.

      Komplette Info:
      Stand: Februar 2017

      bvkm.de/wp-content/uploads/GS-2017online.pdf

      Viele Grüße
      Monika

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      Nur zur Info:

      Das Merkblatt zur Grundsicherung wurde jetzt aktuell schon abgeändert.

      Stand: 15. Februar 2017



      Also Punkt:

      2. Wer ist anspruchsberechtigt?

      und

      4. Wird die Anspruchsberechtigung

      immer überprüft?

      hier im abgeänderten Merkblatt bitte nachlesen :!: :!:

      bvkm.de/wp-content/uploads/GM-2017online.pdf



      Hier ein Hinweis im Merkblatt:


      Hinweis

      Abzuwarten bleibt, welche der vorgenannten

      Varianten von den Sozialämtern

      bei der Entscheidung über

      die Grundsicherung berücksichtigt

      wird. Sollte sich die Praxis etablieren,

      dass Grundsicherungsanträge

      von Menschen mit Behinderung, die

      sich im Eingangs- oder Berufsbildungsbereich

      einer WfbM befinden,

      abgelehnt werden, wird dringend

      empfohlen, hiergegen Widerspruch

      einzulegen. Der bvkm wird die weitere

      Entwicklung in dieser Sache beobachten

      und gegebenenfalls unter

      bvkm.de einen Musterwiderspruch

      zur Verfügung stellen.


      Viele Grüße
      Monika

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Monika“ ()

      Hallo, ich will mal - wo es mit der Grundsicherung bei mir bisher ja etwas schräg gelaufen ist - noch die beiden positiven Ereignisse des 28. Februar berichten :)
      1) Es wurde am 28. Februar schon mein Geld für März überwiesen, so dass mein Konto diesmal nicht ins Minus gekommen ist und
      2) ich muss ab jetzt weniger für meine Fahrkarte bezahlen, weil mir endlich eine Sozialkarte genehmigt wurde.
      Vielleicht klappt es ja ab jetzt reibungsloser, klopf-auf-Holz.
      Lynkas grüßt.
      Lynkas, danke für deine Nachricht. Es freut mich, dass es nun etwas besser läuft. Ich hoffe, das bleibt so. Kannst uns ja weiter auf dem Laufenden halten. Wenn du Hilfe brauchst, dann brülle wie eine Löwin - wir sind dann schnell zur Stelle.